Die Insel
Aus einem Gekritzel auf himmelblauem Hintergrund bildet sich eine weiße Wolke, aus der sich auf der dritten Doppelseite ein Eisbär auf einer Strickleiter abseilt. Eine Seite weiter ist dieser auf einem sandgelben Hügel gelandet, der von einer neugierigen
Schar Vögel umringt wird. Des Weiteren stürzt sich der Bär in die Fluten und schwimmt zwischen Schildkröten, Quallen und begleitet von allerhand Getier zu diversen Eilanden und anderen seltsamen Konstruktionen, die aus dem Wasser aufragen, bis er zum Schluss auf einen Geige spielenden Waschbären trifft, mit dem er den nächtlichen Sternenhimmel betrachtet. - Das großformatige Bilderbuch von Vater und Tochter Tolman, zwei Grafikern aus den Niederlanden, kommt ganz ohne Text aus, selbst der Titel und die Verlagsangaben sind dezent gedruckt und verschwinden förmlich in der Horizontlinie, so dass sich der Betrachter ganz dem Farbrausch der in pastelligen Farben gehaltenen Doppelseiten hingeben kann und seine Fantasie nicht durch vorgegebene Worte beeinträchtigt wird. - Sicherlich eine Bereicherung für jede Bücherei. Der Eisbär tauchte bereits im Bilderbuch "Das Baumhaus" (s. BP/mp 11/159) auf, das 2011 für den Kinder- und Jugendliteraturpreis nominiert war.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Insel
Marije Tolman & Ronald Tolman
Ars-Ed. (2013)
[16] Bl. : nur Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4