Nicht ganz der Papa
Als Yann mit seinem Onkel einkaufen geht, stellt ein Verkäufer fest, wie ähnlich Yann seinem Vater sehe. Yann ist entsetzt, das ist doch sein Onkel - aber der ist blond wie Yann, während sein Vater braune Haare hat, wie sein Bruder auch. Ist sein
Papa gar nicht sein richtiger Vater? Ist er adoptiert? Yann grübelt und grübelt, bekommt Fieber und träumt von einem Supermarkt, wo sich Eltern ihre Wunschkinder aussuchen können. Am nächsten Tag weiß er, wie er sein Problem lösen kann. Er kauft schwarze Haarfarbe und macht sich im Badezimmer an die Arbeit. Das Ergebnis ist katastrophal: Die Farbe landet überall im Bad und an seinem Körper, nur kaum in seinen Haaren. Seine neue interessante Körper- und Haarfarbe erklärt er in der Schule mit einer seltenen, nicht ansteckenden Krankheit. Und zu seiner Erleichterung zeigt ihm sein Vater ein Bild von seinem blonden Großvater. - Augenzwinkernd und sehr humorvoll geht der Autor der Frage nach, die sich Kinder manchmal stellen: Sind das wirklich meine Eltern? Gabriel Gay hat die Geschichte mit lustigen Schwarzweiß-Zeichnungen illustriert. Ab acht Jahren gerne empfohlen.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Nicht ganz der Papa
Xavier-Laurent Petit. Ill. von Gabriel Gay
Ueberreuter (2013)
79 S. : zahlr. Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8