Eric Fail - geht's noch peinlicher?
Eric aus der 8a ist solch ein Unglücksrabe, dass er zum "Lieblingsobjekt" der Schülerzeitung wurde. Irgendwie hat der Bursche drei linke Hände. Seine Versetzung ist wegen Französisch gefährdet und gerade da kommt auch noch seine Großcousine als
Gast in die Familie. Dass er für das Mädchen in knallbunter Kleidung sein Zimmer räumen muss, ist nicht das Schlimmste. Aber wie steht er vor seinen Freunden und der ganzen Schule da, wenn er mit ihr im Schlepptau auftaucht? Mit einem Feuerzeug, das den Zeitablauf manipulieren kann, und vor allem der Hilfe der Cousine schafft Eric die Klippen der letzten Schulaufgabe, bringt sich aber - natürlich - auch da in missliche Lagen. Wegen einer Wette mit dem Klassenschwarm und der von beiden angebeteten Lara muss er auch noch in Unterhosen mit einer Klobrille beim Schulabschlussfest auftreten. Doch auch hier weiß die clevere Cousine Rat. - Der Titelheld ist ein typischer Vertreter männlicher Pubertiere, der auf der Suche nach seiner Identität ist und sein Leben als eine Abfolge mittlerer Katastrophen empfindet. Die Entwicklungsdifferenz zwischen Mädchen und Jungen in diesem Alter gibt der Geschichte ihr Tempo und ihre Würze. Außer dem Zeitspiel durch das Feuerzeug ist die Erzählung mitten im Schulalltag verankert. Das Cover verlockt durch seine Gestaltung als Titelseite einer Schülerzeitung zum Lesen. Gut einzusetzen für die Lesezielgruppe.
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eric Fail - geht's noch peinlicher?
Dina El-Nawab
Ueberreuter (2018)
251 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11