Die kleine Maus und das Wundermittel
Der große Bär ist krank, ja er glaubt, dass niemand jemals so krank war wie er. Mit unbändiger Energie kommt da die kleine Maus und versucht alles, damit es ihm besser geht. Sie liest ihm vor, singt, macht Musik, bringt ihn ins Bett, kocht eine
Suppe. Doch der Bär ist überzeugt, dass sein letztes Stündlein geschlagen hat und diktiert der Maus sein Testament. Keck wie sie ist, fragt sie ihn nach dem Teekessel, was beim Bären große Empörung hervorruft. Erschöpft schläft er ein, Maus wacht über seinen Schlaf und als er am Morgen aus dem Bett springt, ist es an ihm für die schniefende, schwache Maus das Wundermittel zu sein. - Herrlich, dieser hypochondrische Bär und das energiegeladene Mäuslein, die füreinander das wirksamste Wundermittel sind! Die Illustrationen in eher gedämpften Farben lassen viel Spielraum für die Fantasie. Kaum zu glauben, welche Emotionen in den Gesichtern und Körperhaltungen der scheinbar nachlässig dahingepinselten Figuren zu finden sind. Was auf den ersten Blick fast nur niedlich erscheint, zeigt tiefe Weisheiten zu den Motiven Freundschaft, Zuwendung als Heilmittel usw. - Gerne allen Büchereien wärmstens ans Herz gelegt!
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Die kleine Maus und das Wundermittel
Bonny Becker. Ill. von Kady MacDonald Denton
Brunnen (2013)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3