O mega-gesund
Es scheint alles ganz einfach: morgens ein bisschen prebiotischer Joghurt, dann die vitaminierten Cerealien und der Tag ist gerettet, jedenfalls was die gesunde Ernährung angeht. Doch das, was die Lebensmittelindustrie an vollmundigen Versprechen
für den Nutzen ihrer (teuren) Produkte liefert, das hält nicht unbedingt einer genaueren Betrachtung stand. Ob es die Bakterien, Vitamine, Fettsäuren oder andere Zusätze sind, natürliche Lebensmittel oder sogar unser eigener Körper liefert diese wichtigen Stoffe in dem Maße, in dem wir sie brauchen und in dem sie nicht zu Schäden führen. Neben anderen kritischen Analysen zum selben Thema (z.B. Vollborn: BP 07/74) hat dieses Buch den Stoff für Laien besonders leicht verständlich aufbereitet, wegen manchmal polemischen Spottes leider nicht immer ganz seriös (Quellenangaben fehlen ganz). Trotzdem unbedingt empfehlenswert, zumal auch der Hinweis darauf nicht fehlt, dass auch psychische Stabilität, z.B. bei religiösen Menschen, höheren Nutzen haben kann als die Produkte moderner Laboratorien.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
O mega-gesund
Marcus Brian
Hirzel (2008)
133 S.
kt.