Big Chiefs
In einer Müllgrube am Rande einer afrikanischen Großstadt hausen die Aussortierten der Gesellschaft. Unter anderem ein blinder, alter Mann, der aus nächster Nähe mitbekommen hat, wie die "Big Chiefs" seines Landes und ihre Anhänger ihre Macht
missbrauchten und einen Teil der Bevölkerung gnadenlos ausrotteten. Immer wieder erzählt und singt der alte Mann von seinem Glauben an das Gute, der bitter enttäuscht wurde. Nun möchte er sein Wissen weitergeben und damit aufklären. Einer seiner Zuhörer, ein Junge, hin und hergerissen zwischen Unglauben und Wut, beschließt endlich, etwas zu unternehmen, um seinem Leben einen Sinn zu geben. Am Ende steht der Tod, aber auch die Hoffnung. - Meja Mwangi, für viele seiner Bücher ausgezeichnet, erzählt eindringlich und bewegend. In der Form der Parabel zeigt er auf, wie Völkermord geschehen konnte und immer wieder geschieht. Ein berührendes Buch voll tiefer Wahrheiten. Unbedingt zu empfehlen. (Übers.: Thomas Brückner)
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Big Chiefs
Meja Mwangi
Hammer (2009)
272 S.
fest geb.