Kleiner Riese, großer Zwerg
Die Aufregung ist groß im Reich der Riesen, als ein klitzekleines Kind geboren wird, so winzig, dass es bald nur noch Gelächter und Hänseleien erfährt. Doch auch im Land der Zwerge kämpft ein Kind mit diesen Schwierigkeiten, ein viel zu großes
nämlich. Beide erfüllen in keinster Weise die Erwartungen ihrer Mitmenschen und ernten Hohn und Spott, bis sie beschließen fortzugehen. Im Wald, der die Reiche von Zwergen und Riesen trennt, begegnen sie einander und stellen verblüfft fest, dass sie genau gleich groß sind. Endlich hat ihre Einsamkeit ein Ende. - Eine ganz schlichte, aber dafür umso prägnantere Geschichte zum Thema Außenseiter erzählt Altmeister Werner Holzwarth in einfachen, wohlgesetzten Worten und würzt sie mit einer gehörigen Prise Humor. Dank der bunten, plakativen, großformatigen Bilder verstehen schon dreijährige Kinder die Moral der Geschichte, begreifen die Gefühle, die die beiden ungewöhnlichen Kinder umtreibt. - Büchereien sollten sich diesen Titel nicht entgehen lassen.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Kleiner Riese, großer Zwerg
Werner Holzwarth ; Barbara Nascimbeni
Hammer (2011)
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3