Supermann im Supermarkt
Supermann muss in den Supermarkt, um für seine Katze Futter zu besorgen. Also schmeißt er sich in Schale bzw. ins Kostüm und betritt den Laden, wo sein Blick auf eine atemberaubende Blondine fällt. Prompt sind Katzenfutter und andere Einkäufe
vergessen, nun geht es nur noch darum, die Aufmerksamkeit der holden Schönen zu erlangen. Dafür lässt er sich einiges einfallen, er fliegt Extrarunden mit einem Kind, lässt Dosenstapel ineinander krachen und beschert den Kindern der Kunden viel Freude, als sein Röntgenblick auf die Überraschungseier fällt. Doch alles nützt nichts, die Blondine wird am Ausgang von einem zudem noch ziemlich unscheinbaren Herrn bereits erwartet. Und zu Hause steht die Katze mit leerem Napf und vorwurfsvollem Blick in der Tür. - Super, dieser Mann! Was er alles anstellt, um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, übertrifft die kühnsten Träume aller Supermarktkunden. Da werden Colaflaschen geleert, Chipstüten geknallt oder die Fleischtheke zerlegt. Drum herum passiert zudem noch sehr viel, da geht ein Pirat auf Beutezug, da schiebt eine Wurst ein Brötchen im Einkaufswagen zur Kasse, kurz, es herrscht Chaos. Und das hat Eva Muggenthaler so amüsant in Szene gesetzt, dass man als Betrachter - egal ob groß oder klein - aus dem Staunen und Schmunzeln nicht mehr herauskommt. In die rasant gezeichneten Bilder sind kleine Fotos realer Lebensmittel eingefügt, die deren Reiz noch erhöhen. Der Text kommt in Reimform daher und sorgt für zusätzlichen Witz. - Dieses thematisch wirklich außergewöhnliche und herrlich komische Bilderbuch sollte man keinem Kind und auch keinem erwachsenen Vorleser vorenthalten. Super!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Supermann im Supermarkt
Arne Rautenberg ; Eva Muggenthaler
Hammer (2012)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3