Auf einmal ist alles anders
Hannah ist verzweifelt. Immer wieder hat sie starke Krämpfe, die mit unerträglichen Schmerzen einhergehen und jeder Anfall lässt sie schwächer zurück. Bald sitzt sie im Rollstuhl und hofft dennoch auf Besserung. Die bekommt sie durch einen operativen
Eingriff in ihr Gehirn, doch wieder richtig gehen wird sie nie wieder können. Für Hannah beginnt eine harte Zeit, in der sie ihre Behinderung zu akzeptieren lernt. - Heidi Hassenmüller ist eine Expertin auf dem Gebiet der Problemliteratur für Jugendliche, ihr neuer Roman lässt einen eher unberührt. Das liegt daran, dass sie sehr viele Nebenschauplätze in die Handlung einbaut. Dadurch verliert sie den Fokus auf die innere Entwicklung ihrer Hauptperson und wirkt bei ihren Lösungsvorschlägen hinsichtlich einer gelungenen Verbesserung der Lebensqualität Behinderter unangenehm dogmatisch. Man merkt die gute Absicht, die Umsetzung ist unbefriedigend. Wenn Bedarf an Literatur zum Thema körperliche Behinderung besteht, kann man den Titel dennoch einstellen.
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Auf einmal ist alles anders
Heidi Hassenmüller
Klopp (2012)
Mittendrin
190 S.
kt.