Jojo
Ist der Feind, vor dem alle Angst haben, wirklich so böse? Diese Frage umkreist das Bilderbuch mit den fröhlichen, liebevoll detailreich ausgestalteten Zeichnungen. Der kleine Welpe Jojo, die Identifikationsfigur für das Lesepublikum, macht sich
auf die Suche nach dem Bären, dessen Spuren im Wald den Bauern, den Schäfer, den Schäferhund und alle Tiere auf dem Bauernhof in Angst und Schrecken versetzt haben. Nach der aufgebauten Spannung ist die Auflösung ein wenig simpel geraten: Der Bär will nur Honig, und im Wald ist genug Platz für alle, so dass nach einem gemeinsamen Frühstück auf dem Bauernhof der Rückkehr des Bären mit seinem Jungen in den Wald nichts im Wege steht. Das ist insgesamt doch eher unbefriedigend, weil der Konflikt einfach dahin aufgelöst wird, dass der Feind gar nicht gefährlich ist, und so eine Auseinandersetzung mit echter Bedrohung nicht stattfindet. Natürlich ist Versöhnung leicht, wenn es keinen echten Konflikt gibt. Abgesehen von diesem etwas enttäuschenden Handlungsverlauf ist das Buch schön vorzulesen, auch stehen Bild und Text in einem angenehmen Verhältnis. Für größere Bestände.
Annette Jantzen
rezensiert für den Borromäusverein.
Jojo
Ill. von Jan Birck. Text von Bengt Birck
Loewe (2015)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3