Das Spiel von Liebe und Tod
Die beiden Unsterblichen "Liebe" und "Tod" spielen seit Jahrtausenden ein Spiel mit menschlichen Spielfiguren. Beide wollen die Seelen der jeweiligen "Spielfiguren" gewinnen. Bislang hat fast alle Spiele "Tod" gewonnen. Als Ende der 1930er Jahre in
Seattle ein neues Spiel beginnen soll, ist "Liebe" versessen darauf, mit allen Mitteln zu gewinnen. Sein Spieler, Henry, ein junger Student aus der weißen Mittelschicht, und "Tods" Spielerin Flora, eine junge schwarze Jazzsängerin, sollen sich trotz aller Widrigkeiten für ihre Liebe entscheiden. Beide Mächte schrecken für ihren Sieg vor nichts zurück, jedoch hat keiner damit gerechnet, dass die Spieler durch die tiefe Kraft der wahren Liebe geschützt sind. - Diese wunderschöne Romantasy ist etwas Besonderes im Meer der aktuellen YA-Romane, weil deren Hauptfiguren keine magischen Kräfte oder körperlichen und geistigen Besonderheiten haben. Es sind einfach zwei junge Menschen, die sich über die leider wieder sehr aktuellen Standesschranken hinwegsetzen und sich für ein gemeinsames Leben entscheiden. Die Verkörperungen der Mächte "Liebe" und "Tod" fügen der Geschichte noch einen besonderen Kniff hinzu. Sehr zu empfehlen! (Übers.: Jessika Komina und Sandra Knuffinke)
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Spiel von Liebe und Tod
Martha Brockenbrough
Loewe (2016)
397 S.
fest geb.