Milas großer Traum
Weil Milas Eltern für ein Jahr als Ärzte in Afrika arbeiten wollen, muss sie auf ein Internat. Das Besondere daran ist, dass sich die Schule auf einer Nordseeinsel befindet und als "Pferdeinternat" einen ganz besonderen Schwerpunkt hat. Zudem ist
Milas Tante hier Lehrerin und deren Töchterchen ein Sonnenschein und Energiebündel. Sie findet schnell neue Freunde, genießt die ständige Nähe zu ihrem geliebten Pferd und die besondere Atmosphäre der Insel. Doch warum macht ihre Zimmerkameradin Mila das Leben so schwer? Mit ihrer neuen Freundin Charly findet sie die Ursache und kann das Problem lösen. Außerdem entdeckt sie, dass sie und ihr Pferd gerne Springreiten! Der zweite Band knüpft nahtlos daran an. Gegen Schuljahresende steht alles im Zeichen der Reitprüfung und des großen Abschlussfestes. Lernen für die Prüfung und Vorbereiten der Dekoration sind schon aufregend genug, aber dazu kommt die Sorge um einen Freund. Verhält sich der so komisch, weil sein Vater, der Stallmeister des Internats, hohe Schulden hat? Auch wenn ein Unwetter das Fest vorzeitig beschließt, kommt alles zu einem guten Ende. - Internatsleben sowie große emotionale und räumliche Nähe zu Pferden sind die zwei Hauptzutaten, die einen Erfolg fast schon automatisch garantieren. Zu Beginn des ersten Bandes erscheint die Sprache noch etwas hölzern und manche Formulierungen klingen sehr bemüht. Doch mit fortschreitender Handlung wird auch der Erzählstil flüssiger. Die innige Verbindung, die ein Mädchen zu einem Pferd haben kann, wird ausführlich thematisiert. Dabei sind der tiergerechter Umgang sowie der Unterschied der Beziehungen zwischen Menschen bzw. Mensch und Tier immer gewährt. Die Figur der kleinen Cousine ist besonders gut gelungen. Ihre Auftritte sind immer voll kindlichem Übermut und spontaner Zuneigung für Mensch und Pony. Mit den Andeutungen über die Herkunft der besten Freundin und dem ersten Herzklopfen bei den Begegnungen mit einem Mitschüler bleiben auch noch offene Handlungsfäden, die nach einer Fortsetzung rufen. - Preisgünstige und recht gut gemachte neue Reihe für Pferdeverrückte Leserinnen. (Zum momentanen Zeitpunkt erscheint eine Anschaffung nur sinnvoll, wenn die Reihe vollständig erworben werden kann)
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Milas großer Traum
Emma Norden
Loewe (2016)
Pferdeinternat Inselglück ; 1
190 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10