Die Insel der tausend Quellen
Unter großen Qualen stirbt Noras erste große Liebe, der verarmte Adelige Simon. Aus Vernunft heiratet sie den verwitweten Zuckerrohrplantagen-Besitzer Elias und folgt ihm in das paradiesische Jamaika, die Insel der tausend Quellen. Bald schon wird
ihr klar, dass ihr Mann besondere Vorlieben hat. Seine Bekannten, ebenfalls weiße Siedler, behandeln ihre Sklaven oft sehr grausam, was die menschenfreundliche Nora zutiefst schockiert. Sie versucht, den Schwarzen eine Hilfe zu sein, indem sie ihnen ihre medizinischen Kenntnisse anbietet und sie freundlich behandelt. Elias' erwachsener Sohn Douglas kehrt aus Europa zurück. Er stellt sich hinter seine hinreißende Stiefmutter und das Farmleben wird etwas erträglicher. Eine Katastrophe zerstört Noras bisheriges Leben. Nur die Liebe kann sie noch retten. - Schon auf den ersten Seiten wird klar, dass das Herz der Autorin der Karibik und ihren Bewohnern gehört. Eine ihrer großen Stärken ist es, Gefühle, Stimmungen und Landschaften so authentisch zu beschreiben, dass die Leserin glaubt, sie wäre mitten im Geschehen. Dazu kommt, dass über hunderte (!) von Seiten Spannung immer wieder neu entsteht und man selbst am Nachwort noch seine große Freude hat. Ein wundervoller Frauenroman im historischen Gewand.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Insel der tausend Quellen
Sarah Lark
Lübbe (2011)
699 S. : Ill., Kt.
fest geb.