Das Schlaflabor

Tom Sonnborn leidet unter Schlaflosigkeit. Da ihm Erik, ein befreundeter Neurologe, nicht helfen kann, wendet er sich an eine Schweizer Privatklinik. Während seines Aufenthalts werden Experimente mit seinem Gehirn und seiner Psyche durchgeführt. Das Schlaflabor Die Behandlung ist erfolgreich, doch nach seiner Rückkehr nach Köln wird Tom verdächtigt, zwei Frauen ermordet zu haben. Da er an die Nächte, in denen die Verbrechen geschahen, keine Erinnerung mehr hat, kann er nicht ausschließen, der Täter zu sein. Tom versucht mit Bettina, einer Frau mittleren Alters, die er auf der Flucht kennenlernt, das Geheimnis der Klinik zu lüften. Am Ende stellt sich heraus, dass Bettina die Mutter von Toms ehemaliger Freundin Katharina ist. Sie steckt hinter den Verbrechen, die sie zusammen mit ihrem Freund begangen hat. Bettina wollte sich an Tom rächen, da sich ihre Tochter seinetwegen das Leben genommen hat. Marc Meller versteht es, ein feines Gespinst aus Verdächtigen zu errichten, die um die Hauptfigur herum platziert werden. Der Großteil der Charaktere ist realistisch gezeichnet und die Handlung beruht auf gut recherchierten Fakten. Der bizarre Schluss allerdings wirkt in seiner Zuspitzung arg konstruiert.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Schlaflabor

Das Schlaflabor

Marc Meller
Lübbe (2022)

380 Seiten
kt.

MedienNr.: 751162
ISBN 978-3-7857-2791-1
9783785727911
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.