2012: der Tag der Prophezeiung
Als der ursprünglich aus Guatemala stammende Jed von seiner Mutter ein traditionelles Opferspiel erbt, nutzt er die Vorhersagen, die sich damit errechnen lassen, in erster Linie für erfolgreiche Börsengeschäfte. Ein Spielesoftwarehersteller wird
dadurch auf ihn aufmerksam und weiht Jed in einen geheimen Codex der Maya ein, die mithilfe dieses Spiels das Ende der Welt errechnet hatten: am 21.12.2012. Nur noch ein Jahr bleibt Jed, um von der Firma Marena Park in die Vergangenheit geschickt zu werden, um im Körper eines Maya-Kriegers das Opferspiel und seine Techniken zu erlernen und Wege zu finden, die bevorstehende Katastrophe abzuwenden ... - Brian D'Amato fordert vom Leser zunächst viel Geduld, mathematische Berechnungen, Infos über Software- und Spieleentwicklung sind teilweise nur schwer nachvollziehbar. Erst allmählich gelingt es D'Amato, die Aufmerksamkeit durch Jeds Aufenthalt bei den Maya zu steigern und diese aufregende Kultur dem Leser näherzubringen. So gerät der Roman auf den letzten 200 Seiten doch noch zum fesselnden Thriller, dessen Ende zwar sehr abrupt kommt, jedoch die Spannung auf den zweiten Teil der Trilogie lenkt. Eine schwierige, erschreckende, zum Nachdenken anregende, letztlich spannende Lesekost. (Übers.: Dietmar Schmidt, Angela Koonen)
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
2012: der Tag der Prophezeiung
Brian D'Amato
Lübbe (2012)
Lübbe Paperback
749 S. : Ill., Kt.
kt.