Der Spezialist
Geiger geht einer besonderen Tätigkeit nach: Er foltert Menschen, um Informationen aus ihnen herauszubekommen. Seine Folterkammern hat er an gut getarnte Orten in New York. Unterstützt wird Geiger, der aus zunächst unbekannten Gründen nichts von
seiner eigenen Vergangenheit weiß, von Harry. Eines Tages hält sich einer seiner Auftraggeber nicht an die Spielregeln. Er belügt Geiger und bringt ihm darüber hinaus einen zwölfjährigen Jungen als Delinquenten. In einer Kurzschlussreaktion flieht Geiger mit dem Jungen. Er und Harry werden dadurch zu Gejagten, bis Geiger dem Geheimnis des Auftrags auf die Spur kommt: Sie haben sich mit dem US-amerikanischen Geheimdienst angelegt. - Ein knallharter Thriller, dessen Figuren durchaus eine gewisse Tiefe haben, auch wenn die Hauptfigur mit geradezu übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet ist. Der Autor setzt sich mit Gewalt auseinander und macht sie gleichzeitig beinahe kritiklos zum Stilmittel seines Romans, wodurch einer gewissen Verharmlosung Vorschub geleistet wird. (Übers.: Dietmar Schmidt)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Spezialist
Mark Allen Smith
Lübbe (2012)
349 S.
kt.