Meine ganz (außer)gewöhnlichen Nachbarn
Niko lebt in einer kleinen Stadt am Meer, in der ganz gewöhnliche Leute leben. Doch irgendwann hat er entdeckt, dass sie alle irgendetwas Besonderes an sich haben, was sie einzigartig und interessant macht. So geht der ehemalige Olympia-Teilnehmer
Josua jeden Morgen an den Strand zu seinem Ruderboot, um zu rudern. Lola bringt den Vögeln im Park immer Futter, sie vertrauen ihr und setzen sich auf ihre Hand. Der ehemalige Kapitän Fito und sein Labrador Bruno schauen oft stundenlang aufs Meer hinaus, und Nikos Freund Telmo skatet gern allein in der Dämmerung, Eva will eine große Jazzgitarristin werden, Dave ist ein schüchterner und höflicher Riese, Mike ein sehr entspannter Surfer, Lucia eine Leseratte, Peru zitiert Gedichte, wenn er seinen Sohn Lorca zur Schule bringt, die zehnjährige Jule mag sich nicht küssen lassen, und das sollte man respektieren, findet Niko. Er beschreibt insgesamt 21 seiner außergewöhnlichen Nachbarn und stellt fest: jeder Mensch ist etwas Besonderes, dazu muss er gar nicht reich sein, Superkräfte oder eine abenteuerliche Vergangenheit haben. - Mit großflächigen farbigen Illustrationen und im Retrostil lässt Casals die einzelnen Figuren auftreten. Kleine Betrachter ab sechs Jahren werden, auch wenn sie den etwas hölzern aus dem Spanischen übersetzten Text nicht immer ganz verstehen, Nikos Nachbarn mögen.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Meine ganz (außer)gewöhnlichen Nachbarn
Mikel Casal
Prestel (2019)
[19] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5