Skaldenwinter
Sie sollen vor den Begehrlichkeiten ihres größten Feindes in Sicherheit gebracht werden: die nordischen Königskinder Asa, Thronfolger Harald und die unscheinbare Solveig, die im Schatten ihrer schönen Schwester steht. Ein Gehöft an einem einsamen
Fjord in Skandinavien bietet ihnen ein anscheinend ideales Versteck. Ihnen zur Seite stehen einige Bedienstete, die kampferprobte Leibgarde des kriegführenden Vaters und der Skalde Alrik. Skalden waren die Geschichtenerzähler der nordischen Völker und Alrik erkennt bald, dass Solveig über das dafür nötige Talent verfügt. Doch der Winter hält böse Überraschungen für die kleine Gruppe bereit, denn unter ihnen ist ein Verräter, der sie offensichtlich dem Feind in die Hände spielen will. Bald überschlagen sich die Ereignisse. - Es gibt tatsächlich noch Jugendbücher, die spannend, linear und einbändig (!) einfach nur eine gute Geschichte erzählen. Der amerikanische Autor ist tief in die nordischen Mythen eingetaucht und hat eine authentische Winterwelt erschaffen, in der die Macht des erzählten Wortes eine besondere Rolle spielt. Obwohl die Spannung nicht vernachlässigt wird, bleibt dem Leser genügend Zeit, sich in dieser Welt zu verlieren. Hinzu kommt das gelungene, in kalte Winterfarben getauchte Cover des Buches, das ein echter Hingucker ist. Ein inhaltlich und ausstattungsmäßig gelungenes, für alle Bestände empfehlenswertes Jugendbuch!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Skaldenwinter
Matthew Kirby
Dressler (2012)
317 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 11