Willkommen im Mondstrahlhaus
Mo kann es nicht fassen. Ihr Vater hat tatsächlich Käufer für ihr Haus in der Fox Street gefunden und will weit weg von den Erinnerungen an seine verstorbene Frau mit seinen beiden Töchtern ein neues Leben anfangen und ein kleines Restaurant eröffnen.
Mo glaubt nicht daran, dass sie irgendwo anders je heimisch werden kann. Schon immer hat sich das sensible Mädchen schwer damit getan, in Veränderungen auch Chancen zu sehen. Und tatsächlich, das neue Leben fühlt sich einfach schrecklich an. Alles ist anders als Zuhause, alles ist fremd und ungewohnt. Im Gegensatz zu ihrer kleinen Schwester Dottie, die überall sofort Anschluss findet, tut Mo sich sehr schwer damit, neue Freunde zu finden. Dazu kommen die Sorgen um das Geschäft des Vaters, das unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Dass es auch in Eastside Park Menschen gibt, die ein offenes Ohr für sie haben, und dass es sich lohnt, für ihr neues Zuhause zu kämpfen, erkennt Mo erst viel später. - Nach "Das Geheimnis der vermissten Dinge" (BP/mp 11/704) erzählt die amerikanische Autorin auf erneut sehr lesenswerte Weise, wie es mit der Familie Wren weitergeht. Der warmherzige und trotz aller geschilderten Alltagsprobleme optimistische Ton der lebensnahen und einfühlsamen Geschichte nimmt den Leser schnell gefangen. Ein wunderbares Buch voller liebenswerter Protagonisten, die man einfach ins Herz schließen muss. (Übers.: Siggi Seuß)
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Willkommen im Mondstrahlhaus
Tricia Springstubb
Dressler (2012)
222 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10