Oskar und das geheimnisvolle Volk
Mithilfe einer alten Eiche, die wie eine Zeitmaschine funktioniert, hat Oskar schon oft (zuletzt: BP/mp 10/182) seine Freunde im Nürnberg des 15. Jh. besucht, darunter den jungen Albrecht Dürer. Nun entschließt er sich jedoch zu seiner ersten Reise
im tiefen Winter dorthin, obwohl sich herausstellt, dass sich zu dieser Jahreszeit das mittelalterliche Leben noch entbehrungsreicher gestaltet. Zudem geraten Oskar und seine Freunde mitten in eine politische Verschwörung gegen den Kaiser, die sie unbedingt aufklären müssen, um die entführten Enkel des Kaisers und zu Unrecht beschuldigte Zigeuner zu retten. Gleichzeitig entdeckt Oskars Onkel Heinrich, der die besondere Eigenschaft der Eiche ebenfalls kennt, in einer Zeitung ein Porträt seines Neffen, gezeichnet von Albrecht Dürer, mit der Bildunterschrift, Oskar sei bei der großen Eisflut 1485 ums Leben gekommen. Sofort reist Heinrich seinem Neffen nach, doch den Jungen zu finden erweist sich als schwierig und die Tage bis zur Katastrophe verrinnen unaufhaltsam ... - Dank ihres Archäologiestudiums und ihrer beruflichen Beschäftigung mit Geschichte gelingt es der Autorin, das mittelalterliche Alltagsleben für die jungen Leser authentisch aufleben zu lassen. Worterklärungen und Informationen zu den als Protagonisten verwendeten realen historischen Personen finden sich im Anhang. Zu empfehlen.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Oskar und das geheimnisvolle Volk
Claudia Frieser
Dressler (2012)
270 S. : Ill., Kt.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10