Ganz familiär
Das Schreiben Amoris laetitia, das Papst Franziskus am 8.4.2016 im Anschluss und als Abschluss der sogenannten Familiensynode 2014/15 veröffentlichte, hat über die katholische Kirche hinaus Reaktionen hervorgerufen, die von großem Beifall und einer
Neuausrichtung sprachen, aber auch solche, denen die Worte des Papstes zu Ehe und Sexualität nicht weit genug für die Anforderungen der heutigen Zeit gingen. Die Synode davor, die auf Wunsch von Franziskus sehr dialogisch ausgerichtet war und die Polarität der Diskussionen auch schon zutage förderte, wird in dem interessanten Buch aus verschiedenen Sichtweisen in den Blick genommen und reflektiert. Die Beiträge stammen sämtlich aus dem Bistum Münster respektive der dortigen Universität und sprechen von den Einschätzungen dieses synodalen Prozesses aus dogmatischer, ökumenischer oder kirchenhistorischer Sicht. Die Fachterminologie mag stellenweise sperrig sein, insgesamt ist das Buch jedoch ein wertvoller Beitrag zur Bewertung und Diskussion der aktuellen Ehetheologie und Sexualethik. Bei entsprechendem Interesse breit zu empfehlen!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ganz familiär
Julia Knop ... (Hg.)
Pustet (2016)
147 S.
kt.