Die Königin & ich
Sophie geht es nicht gut. Eines Nachts kommt die Königin zum ersten Mal. Immer wenn sie kommt, ist es lustig. Sie trinken Tee, plaudern, spielen. Auch Sophies größte Sorge kann sie ausräumen: Kinder, die die Welt verlassen, werden Prinzessin an
ihrem Hof. Da ist Sophie beruhigt und es geht ihr gut, als die Königin sie abholt. - Diese Idee ist ganz neu im Reigen der vielen Bücher zum Thema Sterben und Tod. Auf der einen Seite steht die harte Realität mit Infusionsständer, Krankenhaus und Fieber. Auf der anderen die fantastische Ebene, die tröstende Worte für das Unaussprechliche findet. Am stärksten aber wirken die Illustrationen. Da gibt es ganz dunkle Seiten voll angsteinflößender Nacht und Seiten voller orange-rot-goldener Wärme. Die Königin ist eine der Antike entsprungene (Frisur, Haltung), moderne Frau, die reine Freude verströmt. Dem Tod wird jeder Schrecken genommen. Über die Frage, ob dies richtig / angemessen ist, ließe sich durchaus streiten. - Aber man muss nicht; so ist es ein herzzerreißend trauriges Trostbuch.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Königin & ich
Udo Weigelt ; Cornelia Haas
Sauerländer (2011)
[14] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4