Dass wir heute frei sind ...
Täglich und an vielen Orten der Welt werden grundlegende Menschenrechte verletzt. Vor 50 Jahren wurde deshalb Amnesty International gegründet. Hier sind 25 Texte zusammengestellt, die den Kampf für die Menschenrechte auf ganz unterschiedliche Weise
beleuchten: Drei Jugendliche berichten von der Gründung einer Amnesty-Jugendgruppe. Betroffene aus vielen Weltgegenden erzählen ihre verstörende Geschichte von Folter, Haft, Vergewaltigung und von der Hoffnung, die eine Postkarte schenkt. Junge und alte AI-Mitglieder legen Rechenschaft ab über die Motivation, sich für Menschen einzusetzen, deren Rechte mit Füßen getreten werden und lassen ihre Begeisterung spüren, die sie bei Begegnungen mit erfolgreich Befreiten erfasst. Dazu gibt es auch Texte, die das Thema literarisch bearbeiten. - Dieses Lesebuch beeindruckt tief: durch die Schilderung der grausamen Erlebnisse genauso wie durch den Einsatz für die Unterdrückten. Die unerschütterliche Hoffnung auf die Wende zum Guten durchzieht das Buch wie ein roter Faden. Die einzelnen Texte spiegeln ihre Autor/innen wider, die begeistert, humorvoll oder auch vorsichtig tastend von sich erzählen. - Ab mittleren Beständen oder bei Bedarf auch schon in kleinen Büchereien (z.B. wo eine AI-Ortsgruppe besteht) sehr empfehlenswert.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Dass wir heute frei sind ...
Reiner Engelmann ... (Hg.)
Sauerländer (2011)
222 S. : Notenbeisp.
fest geb.