So was von fies!
Laura ist empört, als sie merkt, dass ihr neues Handy während der großen Pause gestohlen wurde. Sie kann nicht glauben, dass es in ihrer Klasse einen so dreisten Dieb geben kann. Doch dann beginnen mehrere Schulkameraden, den Außenseiter Sven zu
verdächtigen. Sie wollen gesehen haben, wie er gegen Ende der Pause ins Schulgebäude geschlichen ist. Laura zweifelt, Sven hat zwar nicht viel Geld und nur abgetragene Klamotten, aber stehlen, das kann sie sich nicht vorstellen. Deshalb stellt sie ihn zur Rede und findet dabei heraus, dass er gar kein übler Typ ist. Kurz darauf wird sie Zeuge eines Überfalls des Klassenbullies Paul und seiner Clique auf Sven. Sie wollen Sven dazu zwingen, dass er sie abschreiben lässt, damit sie nicht durchfallen. Laura ist entsetzt, und gemeinsam fassen sie den Plan, den wahren Dieb zu schnappen. - Geschickt in eine spannende Geschichte verpackt, geht die Autorin hier das schwierige Thema von Zivilcourage bei Kindern an. Anstatt sich den Starken anzuschließen, stellt sich Laura, die ja selbst geschädigt wurde, mutig vor die Schwachen und beweist, dass Schuld selten offensichtlich ist. Ein sehr zu empfehlendes Buch!
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
So was von fies!
Annette Neubauer
Ueberreuter (2012)
118 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10