Anton hat kein Glück
Die Auftragslage für den vereinsamten Berufszauberer Anton ist nicht gerade rosig. Überall auf Plakaten und im Fernsehen wird er mit den erfolgreichen Zaubershows seines ehemals besten Freundes und Bühnenpartners Sebastian und dessen Frau Charlotta,
zugleich Antons Exfreundin, konfrontiert. Als Zauberer glaubt Anton nicht an Magie, aber als er an seinem 45. Geburtstag von einer Fee mit einem Todesfluch belegt und fortan von Unglück verfolgt wird, sieht er ein, dass er sein Leben von Grund auf ändern muss. Im magischen Waldgebiet Tiveden in Schweden muss Anton in der Zeit um Mittsommer herum drei schwere Prüfungen bestehen, um von dem Fluch befreit zu werden. Der selbstbezogene Anton verwandelt sich dabei allmählich in einen hilfsbereiten, sympathischen Zeitgenossen, der sich endlich mit seiner Vergangenheit versöhnen kann. - Im Erstlingswerk des schwedischen Musikers und Filmemachers Lars Vasa Johansson wird eine skurrile Geschichte mit urkomischen Szenen und schrägen Dialogen erzählt. Zur Freude des Lesers wird Anton gezwungen, von seinem hohen Ross herunterzukommen und merkt, dass das Leben auf einmal ganz anders aussieht, wenn er freundlich auf seine Mitmenschen zugeht. Ein warmherziges, witziges Buch mit ethischen Fragestellungen. Allen Beständen empfohlen. (Übers.: Ursel Allenstein & Antje Rieck-Blankenburg)
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Anton hat kein Glück
Lars Vasa Johansson
Wunderlich (2016)
413 S.
fest geb.