An einem Tag in Paris
Josie, Riley und Jeremy hatten sich ihren Aufenthalt in Paris irgendwie anders vorgestellt. Riley war ihrem Mann Vince und dessen Beruf nach Paris gefolgt. Doch obwohl sie seit einem Jahr hier ist, versteht sie die Sprache immer noch nicht und kann
die Stadt nicht leiden. Gestrandet kommt sich die ehemalige Miami-Bewohnerin vor, mit ihren beiden Kindern, und fühlt sich in dieser schrecklichen französischen Stadt einzig einem schamlosen französischen Casanova verbunden - dem gut aussehenden Sprachlehrer Philippe, der ihr nicht nur im Bett zeigt, was ihr fehlt. Jeremy kam als Begleitung seiner Frau, einer erfolgreichen Schauspielerin, nach Paris, doch anstatt mit ihr verliebt durch die Gässchen zu schlendern, treibt sie sich am Set rum und ihn mit einer netten Sprachlehrerin durch Paris. Doch unerwarteterweise zeigt diese ihm nicht nur die bekannten Plätze der Stadt, sondern auch die versteckten Wünsche und Bedürfnisse in ihm. Und die junge Lehrerin Josie hätte eigentlich mit ihrer großen Liebe durch die Schuhläden und Boulevards der Stadt streifen wollen, stattdessen trauert sie nun um den jüngst verunglückten Geliebten. An seiner statt geht nun der Sprachlehrer Nico mit ihr Schuhe kaufen und zeigt ihr nicht nur die Stadt des Lichts von oben, sondern zaubert auch einen Lichtstrahl in ihr Herz. - Sommerlich, leichtfüßig geschrieben nimmt Ellen Sussmann den Leser mit auf einen Spaziergang durch Paris. Liebevoll, manchmal humorvoll, schildert die Autorin die Kulturbegegnung zwischen Amerikanern und Franzosen, gestaltet dabei plastische und sympathische Charaktere. Ein vergnüglicher, kurzweiliger Lesespaß. (Übers.: Veronika Dünninger)
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
An einem Tag in Paris
Ellen Sussman
Limes (2012)
288 S. : Ill.
fest geb.