Das Nebelhaus

Vor Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Philipp, der erfolgreiche Architekt, lädt die anderen nach einer Begegnung via Internet in sein Traumhaus auf der autolosen Insel ein. Das Wochenende Das Nebelhaus endet in einer Sturmnacht mit drei Toten und einer Frau im Koma. Gerichtsreporterin Doro Kagel erhält den Auftrag, die ungeklärte Tragödie aufzudröseln. Dazu kontaktiert sie die Angehörigen der Opfer und besucht mit dem Sohn der getöteten Hausangestellten Philipps den Ort des Geschehens. Ihre Recherchen bringen einige Familiengeheimnisse ans Licht. Ganz anderer Art, als man zuerst vermutet. - Der Autor arbeitet mit zwei Zeitebenen. Passend zu dem, was Kagel erfährt, erzählt sie in chronologischer Reihenfolge vom Wiedersehen der alten Freunde, bei dem einiges an alten und neuen Emotionen hochkommt. Fast erschütternder sind Kagels Entdeckungen über die Vergangenheit der Hausangestellten, die aus Kambodscha stammt. Durch die Trennung der Ebenen kann der Autor dem Leser eine spannendere Geschichte erzählen, als sie ein realer Journalist im Nachgang hätte aufdecken können. Ein vom Tatmotiv her ein stimmiger Plot, mit einer raffiniert eingeführten Lektion südostasiatischer Geschichte. Breit einzusetzen!

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das Nebelhaus

Das Nebelhaus

Eric Berg
Limes (2013)

410 S.
kt.

MedienNr.: 377172
ISBN 978-3-8090-2615-0
9783809026150
ca. 14,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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