Donnerstags im Fetten Hecht
Eigentlich lebt Herr Siebeneisen ein sehr angepasstes, unbeschwertes Leben in Oer-Erkenschwick. Donnerstags geht er in die Stammkneipe "Zum Fetten Hecht", wo er zusammen mit seinen Kumpels "Schatten" O'Shady und Wipperfürth Tipp-Kick spielt. Das alles
ändert sich abrupt, als dem Iren O'Shady ein Erbe von 50 Millionen Euro winkt, sollte es ihm gelingen, neun weitere Familienmitglieder der O'Shadys zusammenzubringen. Nur leider leben die auf dem gesamten Erdball verteilt. So bittet "Schatten" seinen Freund Siebeneisen, um die Welt zu jetten, während sie vom Fetten Hecht aus die Familienmitglieder ausfindig machen. Und ehe Siebeneisen es sich versieht, fährt er mit einem boxenden Känguru durch das australische Outback, wird mitten im Himalaya von einem Geier angegriffen und beinahe in einem chinesischen Oktoberfest ungewollt zur Eisstatue ... - Beschwingt und amüsant nimmt der Reiseredakteur und Autor Stefan Nink den Leser mit auf eine abwechslungsreiche Reise quer durch alle Kontinente. Obgleich manche Episode stark überzogen wirkt und der Schreibstil bisweilen sehr umgangssprachlich gerät, wächst einem der harmlose Protagonist doch mit jeder weiteren, manchmal sehr skurrilen Katastrophe ans Herz und macht den Trip zu einem spannenden, kurzweiligen Leseabenteuer.
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Donnerstags im Fetten Hecht
Stefan Nink
Limes (2012)
412 S.
kt.