Am Tag, bevor der Frühling kam

Vikarin Ellinor ist 58 Jahre alt. Sie wohnt seit der Scheidung allein mit ihrem jugendlichen Sohn Dean in einem Pfarrhaus in Stuttgart, macht Musik in einer Band und ist leidlich mit ihrem Leben zufrieden. Els, die Nachbarin, ist für Dean wie eine Am Tag, bevor der Frühling kam Oma immer da, wenn Ellinor arbeitet und ist auch ihr eine gute Freundin geworden. Eines Tages im März 2020 ändert sich alles. An einem Freitag hat Ellinor einen Auffahrunfall und ist fassungslos, als sie feststellt, dass der Unfallverursacher Richard ist, der Mann, den sie als junge Frau geliebt hat. Sie waren sich 1986 zum ersten Mal unter traurigen Umständen begegnet, als Ellinor beruflich Richard und seine Frau besuchte, um über die Beerdigung von deren Baby zu sprechen. Als sich Ellinor und Richard im Jahr 2001 wiedersahen, brach sich ihre Zuneigung Bahn und es begann ein Verhältnis, das Richard jedoch aus Vernunftgründen damals beendete, hatte er doch Frau und Kinder und eine Jobzusage in Mittel- und Südamerika. Ellinor litt unter dem Abschied. Sie war schwanger und heiratete deshalb Andreas, mit dem sie seit einiger Zeit zusammen war. Nun ist Richard wieder da und beide sind frei. Ob es noch eine Chance für sie gibt? Und was ist mit Els, die nicht an die Tür geht und sich nicht am Telefon meldet? – Die Handlung des Romans ist unaufgeregt und eingebettet in die Zeit mit Corona. Rückblenden in die Jahre 1986 und 2001, die in kursiver Schrift gedruckt sind, versetzen sichtbar in die Vergangenheit, die auch an die Einschränkungen im Alltag nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl erinnert. Gern empfohlen

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Am Tag, bevor der Frühling kam

Am Tag, bevor der Frühling kam

Ella Cornelsen
Limes (2024)

223 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 618189
ISBN 978-3-8090-2773-7
9783809027737
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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