Die Morde im Dekagon-Haus
Der bereits 1987 veröffentlichte Roman ist bis heute einer der wichtigsten in der Gattung der japanischen Kriminalliteratur und liegt nun erstmals auf Deutsch vor. Zwischen typischem Prolog und Epilog entfaltet sich eine klassische Krimihandlung.
Ein Krimi-Club japanischer Studierender, die alle einen Spitznamen tragen, der an klassische Krimiautor:innen erinnert, verbringt eine Woche auf einer abgelegenen Insel, auf der im Jahr zuvor vier Menschen ermordet wurden. Sie machen sich auf die Suche nach dem Geheimnis des Architekten des Dekagonhauses und geraten bald selbst in das Visier des Mörders. Die Lage spitzt sich durch Morde an den Studierenden auf der Insel dramatisch zu, während zwei der Clubmitglieder zeitgleich auf dem Festland recherchieren. Fatal, dass die Insel nicht telefonisch und zu der Zeit natürlich noch nicht über Internet erreichbar ist! – Ein in Sprache und Konzeption klassischer, sehr spannungsgeladener Kriminalroman. Seite um Seite drängt er auf das Finale hin und lädt die Leserschaft ein, sich an der Detektivarbeit zu beteiligen. Der Auftakt einer Reihe kann breit empfohlen werden.
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Morde im Dekagon-Haus
Yukito Ayatsuji ; Deutsch von Sabrina Wägerle
Limes (2025)
413 Seiten
fest geb.