Das Labyrinth der Träumenden Bücher
Einer der berühmtesten Schriftsteller Zamoniens ist der Drache Hildegunst von Mythenmetz. Als dieser eines Tages selbstverliebt in einem Sack mit Fanpost wühlt, erwischt er einen Brief mit einer rätselhaften Botschaft: "Der Schattenkönig ist zurückgekehrt".
Hildegunst ist neugierig und macht sich gleich am nächsten Morgen auf nach Buchhaim, die Stadt der träumenden Bücher. Hier hatte der Dichter den Schattenkönig vor zweihundert Jahren gesehen, wie er die Stadt mit all seinen Büchern in Flammen aufgehen ließ. Mit Staunen entdeckt er die wiedererstandene Stadt neu. Aber erst die Schreckse Inazea führt ihn hinter die Kulissen, weiht ihn in Geheimnisse ein und führt ihn an besondere Orte, zum Beispiel in das große Puppentheater Puppaecircus Maximus. Durch eine Aufführung, in der ausgerechnet er selbst mit seinem abenteuerlichen Leben im Zentrum steht, ist er vom Puppetismus infiziert. Als er sich für die neue Kunstform des unsichtbaren Theaters interessiert, gerät er in eine Falle. - Viele von Walter Moers' Büchern sind in dem fiktiven Land Zamonien angesiedelt. Dieses ist nach "Die Stadt der träumenden Bücher" das zweite Werk, das im zamonischen Buchhaim spielt. Walter Moers beweist wieder unendliche Phantasie, viel Humor, einen Hang zum Skurrilen und eine Vorliebe für das Groteske. Ein unterhaltsames Buch über eine buchverrückte Stadt mit buchvernarrten Bewohnern. Sehr empfehlenswert.
Birgit Fromme
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Labyrinth der Träumenden Bücher
aus dem Zamon. übertr. und ill. von Walter Moers
Knaus (2011)
426 S. : zahlr. Ill.
fest geb.