Die Intelligenz der Bienen
Bienen riechen mit Rezeptoren, die sich auf ihren beiden Fühlern befinden. Sie sehen mit einem Komplexauge im ultravioletten, blauen und grünen Spektrum. Mit winzigen Härchen über den ganzen Körper verteilt schmecken sie. Dazu kommt noch ein magnetischer
Sinn, nachweisbar in ferromagnetischen Materialien im Hinterleib dieser genialen Tiere. Sie verständigen, orientieren und organisieren sich unter der Führung einer "Königin", deren wichtigste Aufgabe nicht die Machtausübung sondern das Eier-Legen ist. All diese faszinierenden Einzelheiten stellt Randolf Menzel, bekannter Berliner Hirnforscher, Verhaltensforscher, Neurowissenschaftler und seit 1975 Zoologie-Professor für Sinnesphysiologie an der Freien Universität Berlin vor. An dieser Hochschule gelang z.B. zum ersten Mal die elektrophysiologische Ableitung von Sehneuronen im Bienengehirn. Diese Ausführungen und einige Farbfotos und erläuternde Zeichnungen sprechen wegen der recht komplizierten Vorgänge vor allem Leser/innen mit Vorwissen an. Doch gibt es in diesem Werk über die zu den wichtigsten und intelligentesten Nutztieren der Erde zählenden Bienen auch genügend verständliche Kapitel für interessierte Laien. Ab mittleren Beständen.
Gertraud Roth
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Intelligenz der Bienen
Randolf Menzel ; Matthias Eckoldt
Knaus (2016)
366, 22 S. : Ill. (überw. farb.), graph. Darst.
fest geb.