Der Mumienspuk
Schon in den wenigen vergangenen Tagen der Weihnachtsferien, die Percy bei seinen Verwandten auf Schloss Darkmoor verbringt, hatten sich die Ereignisse überschlagen, schließlich blieb am Ende des ersten Teils (BP/mp 11/930) vor allem ungeklärt,
wohin Percys Eltern entführt worden waren und wer als Spion das geheime profitable Würzsoßenrezept zu rauben versucht. Doch die unzähligen Geheimgänge des Schlosses bergen noch weitere Geheimnisse, zum Beispiel werden Percy und seine Verwandten Claire, Linda und John im versteckten Arbeitszimmer des verschwundenen Familienoberhaupts Allan von einer Mumie angegriffen und müssen vor einem metallenen Monster flüchten. Dazu spürt Percy regelmäßig ein seltsames Kribbeln, hört Stimmen in seinem Kopf, verfügt über Wissen, das er sich nie angeeignet hat. Ob er tatsächlich der uneheliche Sohn Allans ist, wie seine Freunde vermuten? Als die Situation noch bedrohlicher wird, erfährt das Detektivquartett zumindest einen Teil der verschwiegenen Familiengeschichte. Jede Antwort aber wirft neue Fragen auf, und so muss sich der Leser auch am Ende des zweiten Bandes mit einem offenen Ausgang und vielen noch aufzulösenden Rätseln begnügen. - Insbesondere die Verknüpfung von traditioneller Gruselgeschichte in dem düsteren Schloss einer alten englischen Familie mit etwas unkonventionelleren Elementen ist sehr gut gelungen, ebenso die konstante Aufrechterhaltung des Spannungsbogens, die Dichte und die Geschwindigkeit der Handlung. Sehr empfehlenswert, vor allem in Verbindung mit dem zum Verständnis hilfreichen ersten Band.
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Mumienspuk
Christian Loeffelbein
Coppenrath (2012)
Percy Pumpkin
354 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10