Das Geld anderer Leute
Sir Harry Trevelyan-Tubal hat sich in das Ferienhaus der Familie im französischen Atibes zurückgezogen. Die Führung der altehrwürdigen Privatbank Tubal & Co. hat sein Sohn Julian übernommen. Doch Julian hat sich verspekuliert. Retten kann
ihn nur noch eine nicht ganz korrekte Finanztransaktion, um vor einem geplanten Verkauf den Wert des Bankhauses zu steigern. Diese Ausgangslage nutzt Justin Cartwright, um ein Gesellschaftspanorama zu entwickeln, in dem soziale Fragen, aber auch Fragen nach ethischem und moralischem Handeln thematisiert werden. Seine Figuren sind vielschichtig angelegt, vor allem aber sind sie auf die eine oder andere Weise mit dem Schicksal der Bank verbunden. Und sie alle befinden sich auf der Suche nach ihrem Lebenstraum, dem allerdings häufig eine übermächtige Wirklichkeit entgegensteht. Ein Roman, der in der Figur des alten Sir Harry und der seines Sohnes Julian einen gesellschaftlichen Umbruch festmacht, ohne in Klischees auszuweichen. (Übers.: Rainer Schmidt)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Geld anderer Leute
Justin Cartwright
Bloomsbury (2011)
349 S.
fest geb.