Inselglück
Meredith Delinn hat alles verloren: ihren Mann, ihr Vermögen, ihre Söhne. Denn sie wird verdächtigt, an den kriminellen Machenschaften ihres Mannes beteiligt gewesen zu sein. In ihrer Not flüchtet sie sich zu Connie, ihrer Freundin aus Kindheitstagen,
die sie in ihrem Ferienhaus auf der Insel Nantucket im US-Staat Massachusetts unterbringt. Nur getarnt mit einer Perücke traut sich Meredith, das Haus zu verlassen, wird aber gleichwohl erkannt. Auf Connies Haus werden Anschläge verübt. Hilfe und Zuneigung finden die Frauen in Dan, einem einheimischen Reinigungsunternehmer. Im Laufe der Sommerwochen müssen sich die beiden Frauen der Geschichte ihrer Freundschaft, aber besonders ihrem jeweiligen Schicksal stellen. - Der Reiz des Buches liegt in dem eng begrenzten Zeitfenster der Sommerwochen und der Isoliertheit der Frauen. Sie haben Zeit, ihr Leben zu reflektieren. In Momentaufnahmen, die von kleinen äußeren Ereignissen gesteuert werden. Die eine oder andere Reaktion und Erfahrung kennt der Leser auch von sich selbst. Der Roman regt an, auch eigene Beziehungen zu überdenken, ohne psychologielastig zu sein. Weitaus mehr als nur eine Ferienlektüre!
Pauline Lindner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Inselglück
Elin Hilderbrand
Bloomsbury (2012)
478 S.
fest geb.