Treu wären wir gern gewesen
Als die Autorin erfährt, dass ihr Mann seit Jahren ein Doppelleben mit einer anderen Frau führt, mit der er auch ein Kind hat, stürzt für sie eine Welt zusammen. Sie wusste zwar, dass er ein Verhältnis gehabt hatte, dachte aber, es wäre beendet.
Sie selbst jedoch hatte ihren Mann schon kurz nach der Hochzeit zum ersten Mal und danach noch öfter betrogen und es ihm auch jedes Mal gestanden. In ihrer Autobiographie schildert sie die Anfänge und den Verlauf ihrer Seitensprünge, ihre Gefühle dabei und ihr Unverständnis für die fehlende Bereitschaft ihres Mannes, mit ihr über die Gründe für sein Doppelleben, das schließlich zur Scheidung führt, zu reden. Auf das Seelenleben der Autorin hatte das Niederschreiben ihrer Biographie sicher eine positive Wirkung, für Büchereien ist es sicher nicht unbedingt eine Bereicherung des Bestandes.
Julia Massenkeil-Kühn
rezensiert für den Borromäusverein.
Treu wären wir gern gewesen
Wendy Plump
Bloomsbury (2013)
302 S.
fest geb.