Polnischer Abgang

Jareks Großmutter lebt seit Jahren in Deutschland, entfremdet von ihrem Ehemann und ihrer Familie. Sie stellt jedoch das wichtige Einladungsschreiben zur Verfügung, auf Basis dessen Jarek und seine Familie Ausreisepapiere aus dem sozialistischen Polnischer Abgang Polen beantragen kann. Nach überstandenem Grenzübertritt landet die Familie in einer Sammelunterkunft in NRW, wo sie auf einen positiven Bescheid ihres Status als Aussiedler aus Oberschlesien hoffen. Neben den bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen wird Jarek mit seinen anfangs nur geringfügig vorhandenen Deutschkenntnissen und einer breiten Palette an Vorurteilen bezüglich seiner polnischen Herkunft konfrontiert. Sein einziger Lichtblick ist die gleichaltrige Monika, deren wohlhabende Eltern den gleichen beschwerlichen Einwanderungsprozess durchlaufen. - Mariusz Hoffmanns Roman bildet den Weg einer Familie nach, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben zahlreiche Risiken und Einbußen auf sich nimmt. Die oft noch kindliche Sicht des Ich-Erzählers verleiht der Erzählung stellenweise auch humorvolle Elemente. Gerne zu empfehlen.

Marlene Knörr

Marlene Knörr

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Polnischer Abgang

Polnischer Abgang

Mariusz Hoffmann
Berlin Verlag (2023)

238 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 751821
ISBN 978-3-8270-1481-8
9783827014818
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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