Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Chris Priestley bietet auch im dritten Band (zuletzt: BP/mp 11/702) seiner in bester viktorianischer Erzähltradition verfassten Schauergeschichten Nervenkitzel, Gänsehaut und Grusel vom Allerfeinsten. Die Rahmenhandlung - nicht weniger gruselig als Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels die eingebetteten Geschichten - ist schnell erzählt: Robert muss zurück ins Internat und wird von seiner neuen Stiefmutter zum Bahnhof begleitet, die von bösen Vorahnungen bezüglich der Zugreise erfüllt ist. Im Abteil gesellt sich außer einigen distinguierten Herren noch eine ganz in Weiß gekleidete junge Dame zu Robert. Während die Herren in einen tiefen Schlaf fallen, vertreibt die Frau in Weiß Robert die Zeit mit Geschichten, die es in sich haben. Da werden unliebsame Stiefschwestern von Elfen entsorgt, unaufmerksame Eltern fallen einer Pflanze zum Opfer und Fabelwesen treiben ihr Unwesen auf Äckern. Doch Robert gruselt es nicht nur bei den Erzählungen, auch die äußeren Umstände seiner Reise werden immer merkwürdiger. Was hat die Frau in Weiß mit ihm vor? - Versierte Leser von Gruselliteratur werden bei der Lektüre immer wieder überrascht vom perfiden Einfallsreichtum Priestleys. Seine boshaften Charaktere beherrschen die ganze Bandbreite menschlicher Gemeinheiten, doch ob sie ihre gerechte Strafe erhalten? Lesen Sie selbst, aber stellen Sie sicher, dass Sie nicht ganz alleine zu Hause sind!

Beate Mainka

Beate Mainka

rezensiert für den Borromäusverein.

Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

Chris Priestley
Bloomsbury (2012)

248 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 357618
ISBN 978-3-8270-5502-6
9783827055026
ca. 15,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 11
Systematik: K
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