Das Kinder-Diabetes-Buch
Von der ersten Diagnose eines Diabetes Typ 1 beim Kind bis zum Eintritt in das Erwachsenenalter will dieses Buch alle diejenigen begleiten, die mit dem erkrankten Kind zu tun haben. Das sind vor allem die Eltern und Großeltern, aber auch Lehrer, Erzieher
und Betreuer. Da ist zum einen die medizinische Seite, die eher lieblos, d.h. wenig sorgfältig ausgearbeitet über die Krankheit informiert. Der Wechsel zwischen laienhaft-simplen Erklärungen und erst im Glossar oder in einem späteren Kapitel erklärten Fachbegriffen ist für Laien verwirrend. Spätestens beim Erklären des HbA1c-Wertes (gibt Hinweise auf Blutzucker-Spitzen der Vergangenheit) fehlt der Hinweis, dass häufige Blutzuckerspitzen das Risiko degenerativer Folgeerkrankungen erheblich erhöhen. Daher wird auch nicht deutlich auf die Gefahr der besonders bei Kindern beliebten Süßigkeiten hingewiesen. Ausführliche Ratschläge zum Umgang mit dem Kind in verschiedenen Altersstufen stammen von einem Fachpsychologen für Diabetes, sind sinnvoll und vermutlich für die betroffenen Familien hilfreich. Kindgerechte Rezepte fehlen, nur ein Tomatenketchup mit Süßstoff statt Zucker ist beschrieben. Da die Zahl der Betroffenen steigt und kaum vergleichbare Bücher für Laien auf dem Markt sind, kann ein Einstellen dieses Buches dennoch erwogen werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Kinder-Diabetes-Buch
Béla Bartus ; Martin Holder
Trias (2014)
173 S. : zahlr. Ill. (farb.) und graph. Darst.
kt.