Das Haus der Libellen

Als die 28-jährige Sophie von ihrer Jugendfreundin gebeten wird, zu ihr zu kommen, lässt sie alles stehen und liegen und begibt sich in ihre alte Heimat. In der Villa, die in unmittelbarere Nachbarschaft zu ihrem Elternhaus steht, hat sie gemeinsam Das Haus der Libellen mit den Geschwistern Noah und Emilia ihre Kindheit verbracht. Nun sind die Eltern der Geschwister verstorben und Noah, mit dem Sophie bis vor fünf Jahren eine innige Liebe verband, ist spurlos verschwunden. Sophie soll nun bei der Suche helfen, wobei Emilia keine Hilfe ist, denn sie wirkt seltsam abwesend und kümmert sich nur um ihre Libellenzucht im Keller der Villa. Als Sophie schon aufgeben will, erhält sie mysteriöse Pakete von Noah, der eine Art Schnitzeljagd mit ihr zu spielen scheint. Alles scheint mit der Vergangenheit der drei Freunde zusammen zu hängen, die in Rückblicken erzählt wird. Langsam ergibt sich für die Leser/-innen ein Bild von einem Dreiergespann, das inniger nicht verbunden sein kann und deren Beziehung zueinander doch von Eifersucht und Misstrauen geprägt ist. Allein aus der Perspektive der Ich-Erzählerin beschrieben, zieht die Geschichte die Leser/-innen in ihren Bann. Es handelt sich um ein gelungenes Romandebüt der 1989 geborenen Autorin, von der wir sicher noch weitere faszinierende und an manchen Stellen etwas mystische Geschichten lesen werden.

Barbara Dorn

Barbara Dorn

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Haus der Libellen

Das Haus der Libellen

Emma Behrens
DuMont Buchverlag (2021)

428 Seiten
kt.

MedienNr.: 606827
ISBN 978-3-8321-6543-7
9783832165437
ca. 16,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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