Ich komme nicht zurück

Hanna wächst nach dem Unfalltod ihrer Mutter bei ihren Großeltern Theo und Felizia in einer Siedlung im Ruhrgebiet auf. Ihr einziger Freund ist Cem, der aufgrund seiner türkischen Herkunft ebenfalls ein Außenseiter ist. Eines Tages kommt Zeyna Ich komme nicht zurück mit ihrem Vater Nabil in die Siedlung und die drei werden schnell dicke Freunde. Sie verbindet das Gefühl, nicht richtig dazu zu gehören, doch als es in den 90er-Jahren zu rassistischen Übergriffen kommt, und ganz einschneidend nach dem 11. September 2001, fühlt Zeyna sehr stark, dass es doch Unterschiede gibt zwischen den drei Freunden, denn Hanna ist nicht gemeint, sie kann sich sicher fühlen, während Zeyna, die aus einem Kriegsgebiet geflohen war, eigentlich keine Heimat hat und sich nirgendwo sicher fühlen kann. Als es irgendwann zum Bruch zwischen Hanna und Zeyna kommt, bleibt Hanna ratlos und einsam zurück, gibt jedoch die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf. Einfühlsames Porträt dreier Jugendlicher, mit hochaktuellem Bezug. Breit empfohlen.

Martina Häusler

Martina Häusler

rezensiert für den Borromäusverein.

Ich komme nicht zurück

Ich komme nicht zurück

Rasha Khayat
DuMont (2024)

175 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 619846
ISBN 978-3-8321-6812-4
9783832168124
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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