Eine Therapie für Aristoteles
Aris ist zwölfeinhalb Jahre alt, als sie beginnt, einen Roman über ihre Familie zu schreiben. Sie möchte unbedingt einen Bestseller landen, um ihre Familie vor dem finanziellen Ruin zu retten. Dabei soll ihr das Buch "Romane schreiben in 30 Tagen"
helfen. Das Schreiben soll mehr Klarheit bringen in ihr ziemlich chaotisches Leben. Aris Mutter Diane ist verwitwet und alleinerziehend, glücklos im Beruf und bei der Partnersuche und vom Leben mit zwei Kindern überfordert. Der frühreife achtjährige Bruder Max flüchtet sich in psychotisches Verhalten. Aris versucht, eine Stütze der Familie zu sein und stabile Verhältnisse zu schaffen, aber als ihr Freund Billy eine andere hat, wächst ihr das Gefühlschaos über den Kopf. - Die Protagonistin hat für eine Zwölfjährige ziemlich anspruchsvolle Gedankengänge. In der Ich-Form erzählt sie in lustigem Ton und unterhaltsamem Redefluss von all den Ereignissen und Turbulenzen in ihrem so gar nicht alltäglichen Leben. In wechselnden Stilformen präsentiert sie sich als Erzähltalent. Leichte Unterhaltung für alle Büchereien. (Übers.: Eva Kemper)
Ulrike Braeckevelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Eine Therapie für Aristoteles
Melanie Sumner
DuMont (2016)
348 S.
fest geb.