Nachts im Wald
Auf der Suche nach seinem Plüschhasen trifft ein unerschrockener Junge auf allerlei furchterregende Gestalten. Sie haben aber ihre eigenen Probleme und schließen sich ihm gerne an. Am Ende kommen alle, inklusive rosa Hase, mit ihm nach Hause und
verwandeln sich in seine vertrauten Spielsachen. - Die Geschichte erinnert mit ihren Einschlafabenteuern an Maurice Seldaks Klassiker "Wo die wilden Kerle wohnen". Die ritualisierende Beschwörungsformel "und ich hatte überhaupt keine Angst mehr. Doch dann ..." strukturiert das Bilderbuch. Höhepunkt der Geschichte ist eine gruselige Höhle, in die sich die vier Gesellen erst hineinwagen, als sie sich an den Händen halten. Dort treffen sie auf ein letztes Monster, das sich aber selbst in der dunklen Höhle fürchtet und deshalb den Schlafhasen des Jungen weggenommen hat. - Der amerikanische Illustrator und Grafiker Paul Hoppe setzt das Auf und Ab von Furchtlosigkeit und Schrecken in seinen Aquarellen im Cartoon-Stil hervorragend um, indem er ruhige Bilder mit Großaufnahmen der Monster in ihren Drohgebärden abwechseln lässt. - Für alle Büchereien bestens geeignet.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Nachts im Wald
Paul Hoppe
Baumhaus-Verl. (2011)
[20] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5