Nächster Halt: Zukunft

"Ist dir deine Zukunft eigentlich vollkommen egal, mein Lieber?" Das ist die Botschaft, die der antriebsarme 15-jährige Emil von seinen Lehrern und Eltern immer wieder zu hören bekommt. Und auch er stellt sich immer öfter die Frage, was aus ihm Nächster Halt: Zukunft wird: "Was würde aus diesem fünfzehnjährigen Typen werden, sagen wir in dreißig Jahren, im Jahr 2040 oder so?" Die Antwort auf diese Frage erhält er konkreter als erwartet, als er mit einer Zeitreise-Schleuse im Haus seines Großvaters versehentlich im Jahr 2065 landet. Die Vorhersagen zur Klimaveränderung haben sich voll bewahrheitet: Es ist heiß und der Meeresspiegel ist so weit gestiegen, dass der Küstenort, in dem Emil aufgewachsen ist, völlig überflutet ist. Mit einer Zufallsbekanntschaft, dem Mädchen Alaska, macht er sich auf die Suche nach seinen Eltern und seiner Zwillingsschwester Clementine, die sich schon als Jugendliche für den Umweltschutz engagiert hat. Und natürlich will er sein älteres Ich treffen, um seine brennende Eingangsfrage zu beantworten. Überraschende bis beängstigende Einsichten drängen sich Emil dabei auf. Und zurück im Jahr 2010 stellt sich ihm die Frage, ob er die Zukunft beeinflussen kann und will. - Bekanntes Zeitreisen-Setting, das aber spannend und lehrreich umgesetzt wird. Ein gutes Buch zum Thema Klimawandel und den eigenen kleinen Möglichkeiten, etwas zu verändern. Für Jungen und Mädchen gleichermaßen geeignet.

Karin Steinfeld-Bartelt

Karin Steinfeld-Bartelt

rezensiert für den Borromäusverein.

Nächster Halt: Zukunft

Nächster Halt: Zukunft

Jean-Michel Payet
Baumhaus (2015)

188 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 583749
ISBN 978-3-8339-0361-8
9783833903618
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 12
Systematik: K
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