Die amerikanische Fahrt
Das Buch ist eine Mischung aus autobiografischen Anekdoten, einer Reise durch die Traumwelt Hollywoods und verschiedenen Tagebucheinträgen. Dabei präsentiert Roth auch ein fiktives Interview mit dem Regisseur John Ford. Er lässt Mythen und Legenden
auferstehen und kombiniert sie mit unserem heutigen Bewusstsein. In diesen Strudel wahrer und erfundener Geschichten geraten auch der amerikanische Bürgerkrieg und Landschaften, die einst den Hintergrund großartiger Filme bildeten. Roth unterlegt alles mit seiner Begeisterung fürs Kino, für die großen Namen der amerikanischen Filmgeschichte. Ein Buch, das im Detail fasziniert, weil es Gewohnheiten der Wahrnehmung aufbricht und neue Perspektiven schafft. Als Ganzes gesehen bilden die Stories und Tagebucheinträge allerdings eine an vielen Stellen häufig zusammenhangslose Collage, deren einziger Fixpunkt Hollywood und seine Mythen ist. Patrick Roth lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Los Angeles und ist für seine Romane mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden. Für ausgebaute Bestände.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Die amerikanische Fahrt
Patrick Roth
Wallstein (2013)
294 S.
fest geb.