Jenseits der Ironie
Seit der Ausrufung des Jahres der Barmherzigkeit durch Papst Franziskus ist Barmherzigkeit zu einem diskutablen Begriff geworden. In diesem Sammelband machen sich Autorinnen und Autoren Gedanken, was Barmherzigkeit in einer säkularen Gesellschaft
bedeutet und wann und wo sie eingefordert werden kann und muss. Sie verbinden Barmherzigkeit mit Gerechtigkeit, Liebe, Mitleid, Vergebung und Erbarmen, verweisen dabei häufig auf die beiden Urbeispiele der christlichen Barmherzigkeit, den barmherzigen Samariter und St. Martin, und zeigen an Beispielen, was die Tugend der Barmherzigkeit in der therapeutischen und pflegerischen Situation, in Politik, Recht, in Kunst und Kultur, in der Flüchtlingsfrage, in der Schöpfung usw. bedeutet. Es sind vielfältige Impulse aus verschiedenen Blickwinkeln und aus der Sicht anderer Religionen, verbunden mit einigen Gedichten und auch kritischen Stimmen, die zum Nachdenken anregen und den Begriff Barmherzigkeit in seiner Qualität für die Gegenwart bewusst machen. Größeren Beständen gut zu empfehlen.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Jenseits der Ironie
hrsg. von Martin W. Ramb ...
Wallstein (2016)
343 S. : Ill. (z. T. farb.), Notenbeisp.
fest geb.