Es gibt kein Zurück
Aldus Wieland Mumme (AWM) ist ein Journalist Mitte 60 beim „Bundesradio“. Weil der Sender gerade bei freien Mitarbeitern wie ihm sparen will und auch der Brief über die zu erwartende Rente (1183 Euro) ihn bald als „armen weißen Mann“ („AWM“)
zurücklassen wird, braucht er – der zu viel Alkohol trinkt und in der Ehe nicht glücklich ist – eine neue Perspektive. Zum Glück bietet ihm eine Literaturagentin einen Auftrag an, nämlich seine Autobiographie zu schreiben. Er hat bisher erfolgreich über Skandale aller Art berichtet und ist viel in der Welt herumgekommen (San Francisco, Mallorca, Irland). Vom Honorarvorschuss kauft er sich ein Retromotorrad und fährt damit von Berlin nach Paris und Südfrankreich. Dort in der Einsamkeit sucht er weiter nach dem Sinn des Lebens und begeht – für den Rezensenten – überraschend Suizid. – Alles in allem ein tiefgründiger Roman über ein Journalistenleben, das einerseits glücklich, andererseits aber auch melancholisch sein kann.
Berthold Schäffner
rezensiert für den Borromäusverein.
Es gibt kein Zurück
Ulf Erdmann Ziegler
Wallstein Verlag (2025)
215 Seiten
fest geb.