Westwärts mit gerafften Röcken
Viel wurde über die Heldentaten von Soldaten, Trappern und Forschern bei der Eroberung und Erschließung des Wilden Westens der USA geschrieben. Selten wurde dabei aber über die Rolle und Bedeutung der Frau gesprochen. Dieses Buch widmet sich ganz
den Taten von Pionierinnen, die entweder ihren Ehemännern gefolgt sind oder selbstständig in den Westen zogen. Mit vielen exklusiven Fotos und Stichen illustriert, erfährt der Leser eindrucksvoll von den Schwierigkeiten, Entbehrungen aber auch glücklichen Zeiten der Frauen an der Frontier. Es wird deutlich, dass der Westen kaum in der Geschwindigkeit hätte erschlossen werden können ohne das Zutun der Tausenden mutigen Damen, die ihr Heim im Osten aufgaben, um noch einmal ganz von vorn zu beginnen, und dabei noch Großfamilien aufziehen und ernähren mussten. Besonders beachtenswert ist auch, dass die Autorinnen nicht nur auf weiße Siedlerinnen eingehen, sondern auch auf die Ureinwohnerinnen, Mexikanerinnen und auch Asiatinnen. - Eine sehr informative und gelungene Sammlung, die einen guten Eindruck des täglichen Lebens an der Frontier vermittelt. Interessierten Leserinnen und Lesern gerne empfohlen.
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Westwärts mit gerafften Röcken
Linda Peavy ; Ursula Smith
Gerstenberg (2012)
239 S. : zahlr. Ill.
fest geb.