Nur über meine Leiche!
Der elfjährige Severin wohnt zusammen mit dem Schriftsteller Ignaz B. Griesgram und dem Geist Olivia in der Friedhofstraße 43. Gemeinsam arbeiten sie an einem Gespensterroman. Dirk Tator, Vorsitzender der Gesellschaft zur Rettung, Anleitung und zum
Schutz irregeleiteter Kinder, gefällt das gar nicht. Er glaubt nicht an Gespenster und steckt den Jungen vorsorglich ins Waisenhaus und Griesgram in die Irrenanstalt. Mithilfe von Olivia gelingt den beiden letztendlich die Flucht, sodass sie am Ende wieder glücklich vereint in ihrem Häuschen wohnen und dazu eine richtige Familie sind. Denn: Griesgram und Olivia adoptieren Severin. Wie bereits der 1. Band ("Gespenster gibt es doch", BP/mp 1¿40) besticht auch hier wieder die Erzählform. Sie besteht nur aus Briefen, Zeitungsartikeln, kleinen Notizen und Zeichnungen. Trotz der eher wenigen Worte ist sie ausdrucksstärker als so mancher seitenschwere Roman. Die Charaktere sind originell und wachsen dem Leser sofort ans Herz. Weitere Fortsetzungen dieses erfrischend anderen Buches sind wünschenswert.
Nicole Schuster
rezensiert für den Borromäusverein.
Nur über meine Leiche!
Kate Klise. Ill. von M. Sarah Klise
Gerstenberg (2011)
Friedhofstraße 43 / Kate Klise ; 2
122 S. : zahlr. Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10