Das zweite Leben der Bäume
Alles Leben ist in einen riesigen Zyklus eingebunden, wie es auch dieses Buch anschaulich zeigt. Da stürzt eine Buche bei einem Sturm um und schafft so eine Lichtung im Wald. Der umgestürzte, tote Baum hat zwar kein zweites Leben, wie es der Titel
suggeriert, aber er bildet als "Totholz" vielen kleinen und größeren Tieren Unterschlupf und Nahrung. Auf ihm können sich Moose, Flechten und Pilze ansiedeln, drumherum bilden sich Lebensräume für Insekten, Schnecken, Mäuse und Vögel und in der Lichtung können jetzt viele Blumen und Pflanzen wachsen wie Leberblümchen, Sauerklee und Eichenfarn. Der durch Bakterien verursachte langsame Abbau des Holzes bringt schließlich Humus hervor, in dem durch die Samen der Buche, die Bucheckern, neue Bäume entstehen können. All dies dauert viele Jahre, viele Jahreszeiten, wie es auch hier gezeigt wird. So ist wichtig, dass totes Holz belassen wird und (auch im Garten) die Ordnung nicht übertrieben wird. Die teilweise doppelseitigen, detailreichen Bilder geben einen guten Eindruck vom Zerfall der Buche. – Ein informatives, empfehlenswertes Sachbuch für Kinder ab 8 Jahren.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das zweite Leben der Bäume
Valentina Gottardi (Illustrationen) ; Danio Miserocchi, Maciej Michno ; aus dem Italienischen von Cornelia Panzacchi
Gerstenberg (2025)
38 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8